Floskeln, die Sie unbedingt aus dem Bewerbungsschreiben streichen sollten

Veröffentlicht am: 18.02.2026Kategorie: Bewerbung

Für viele Stellensuchende gehört das Verfassen eines Bewerbungsschreibens nicht zu den Lieblingsaufgaben. Die Unsicherheit darüber, was genau hineingeschrieben werden soll und wie man sich am besten präsentiert, ist oft sehr gross. Der Griff zu altbekannten Standardsätzen scheint da naheliegend. Doch genau diese Floskeln schwächen Ihre Bewerbung, statt sie zu stärken. Wenn Sie sich von der Masse abheben möchten, sollten Sie deshalb auf individuelle und konkrete Formulierungen setzen.

Warum Floskeln nicht ueberzeugen

Personalverantwortliche lesen taeglich zahlreiche Bewerbungen. Gerade bei gefragten Stellen in Staedten wie Frauenfeld, Kreuzlingen oder Amriswil kann ein Standardanschreiben schnell untergehen. Aussagekraeftige und einzigartige Bewerbungen fallen hingegen auf und wecken Neugier auf mehr. Es lohnt sich also, einige klassische Floskeln aus dem Repertoire zu streichen.

"Hiermit bewerbe ich mich…"

Dies ist einer der haeufigsten, aber auch schwaechsten Einstiegssaetze. Er sagt weder etwas darueber aus, warum Sie sich fuer diese Stelle interessieren, noch was Sie besonders macht. Stattdessen wirkt er austauschbar und wenig motiviert.

Besser: Starten Sie mit einem persoenlichen oder inhaltlich relevanten Satz. Zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen bzw. der Branche auseinandergesetzt haben.

Beispiel: "Die digitale Transformation im Gesundheitswesen begeistert mich seit Jahren. Genau deshalb moechte ich Ihre Abteilung fuer IT-Support bei der Muster AG mit meiner Erfahrung unterstuetzen."

"Ich bin dynamisch, motiviert und innovativ…"

Diese Begriffe finden sich in fast jeder Bewerbung, bleiben dabei aber meist voellig unbelegt. Sie klingen zwar gut, sagen jedoch wenig ueber Ihre tatsaechlichen Faehigkeiten aus.

Besser: Erlaeutern Sie anhand eines konkreten Beispiels, wie sich Ihre Motivation bzw. Dynamik in der Praxis zeigt.

Beispiel: "In meiner letzten Position habe ich ein funktionsuebergreifendes Team aufgebaut, um neue Strategien fuer die Kundenaquise zu entwickeln. Das Ergebnis: 25% mehr Neukunden innerhalb von neun Monaten."

"Ich bin ein Teamplayer und belastbar"

Auch diese Begriffe sind in der Theorie zwar positiv, bleiben in der Praxis jedoch oft vage. So sagt beispielsweise der Begriff "belastbar" wenig darueber aus, wie Sie mit Stresssituationen umgehen.

Besser: Beschreiben Sie eine konkrete Situation, in der Sie Ihre Teamfaehigkeit bzw. Belastbarkeit unter Beweis gestellt haben.

Beispiel: "Als Projektassistenz habe ich parallel vier Kundenprojekte koordiniert, die termingerechte Lieferung aller Unterlagen sichergestellt und das Team aktiv bei kurzfristigen Deadlines unterstuetzt, ohne dass die Qualitaet darunter litt."

Allgemeine Adjektive durch konkrete Verben ersetzen

Anstatt mit Eigenschaften wie "flexibel", "verantwortungsbewusst" oder "engagiert" zu argumentieren, sollten Sie lieber beschreiben, was Sie konkret gemacht oder erreicht haben.

Besser:

  • "Ich habe in verschiedenen Rollen gleichzeitig gearbeitet und dabei stets den Ueberblick behalten."
  • "Ich habe Prozesse zur Effizienzsteigerung eingefuehrt und nachhaltig optimiert."
  • "Ich habe mein Team in Engpaessen proaktiv unterstuetzt und Verantwortung uebernommen."

Selbstverstaendlich koennen Sie diese Beispiele noch weiter an Ihre individuelle Situation anpassen, um ein noch deutlicheres Bild zu vermitteln. So entstehen klare Aussagen, die mehr ueber Ihre Kompetenzen aussagen als jede noch so wohlklingende Floskel.

Auf das Stelleninserat eingehen

Viele Bewerbungsschreiben wirken generisch, als koennten sie fuer jede beliebige Stelle verwendet werden. Das wirkt wenig engagiert und verringert Ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespraech eingeladen zu werden.

Besser: Gehen Sie explizit auf die im Inserat genannten Anforderungen ein. Zeigen Sie auf, wie Ihre bisherigen Erfahrungen zu den gesuchten Kompetenzen passen.

Tipp: Erleichtern Sie den Personalverantwortlichen die Einschaetzung zu Ihrer Eignung. Zeigen Sie, dass Sie sich mit genau diesem Jobprofil auseinandergesetzt haben.

So gelingt ein ueberzeugendes Bewerbungsschreiben

Floskeln wirken auf den ersten Blick zwar professionell, sind fuer eine gelungene Bewerbung jedoch wenig hilfreich. Wenn Sie hingegen mit konkreten Beispielen, klaren Aussagen und echtem Interesse ueberzeugen, steigern Sie Ihre Chancen erheblich.

Streichen Sie daher abgenutzte Formulierungen aus Ihrem Bewerbungsschreiben. Setzen Sie stattdessen auf Klarheit, Persoenlichkeit und Relevanz. So kommen Sie Ihrer naechsten Stelle ein gutes Stueck naeher.

Weitere Bewerbungstipps, beispielsweise dazu, worauf Sie beim Lesen von Stellenanzeigen achten sollten, finden Sie bei uns. Damit sind Sie bei Ihrer Jobsuche immer einen Schritt voraus!

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