Lohnwachstum im Branchencheck: Wo sind die Löhne 2026 gestiegen?
Die Löhne in der Schweiz steigen auch 2026: Doch nicht in allen Branchen zeigt sich ein steigender Lohntrend. Während Beschäftigte in einigen Wirtschaftszweigen mit überdurchschnittlichen Lohnzuwächsen rechnen können, zeigen sich Unternehmen in anderen Bereichen deutlich zurückhaltender.
Gemäss der aktuellen Lohnumfrage der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich rechnen Schweizer Unternehmen im Durchschnitt mit einem nominalen Lohnwachstum von rund 1,2 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Teuerung vergleichsweise niedrig. Sollte sich die Inflationsprognose der KOF bestätigen, könnten die Reallöhne damit um rund 0,7 Prozent zulegen. Die Kaufkraft der Arbeitnehmenden würde also trotz moderater Lohnerhöhungen steigen.
Doch welche Branchen schneiden besonders gut ab?
Baugewerbe: Die stärksten Lohnerwartungen
Besonders positiv präsentiert sich das Baugewerbe. Anhaltender Grund dafür ist der strikte Fachkräftemangel. Laut KOF erwarten die Unternehmen hier die höchsten Lohnzuwächse. Etwa 90 Prozent der Baubetriebe können mit einem Lohnwachstum rechnen. Für Baugewerbe liegt der Durchschnittslohn im Moment bei circa 5’000 Franken im Monat, damit hebt sich die Branche deutlich von vielen anderen Wirtschaftszweigen ab.
Das ist auch für den Thurgauer Arbeitsmarkt interessant. Bau, Architektur und Planung gehören zu den Bereichen mit einer grossen Auswahl an offenen Stellen auf Karriere Thurgau.
Gastgewerbe: Löhne zeigen nach oben
Auch im Gastgewerbe zeichnet sich eine überdurchschnittliche Entwicklung ab mit 1.4 Prozent, aber im Vergleich mit den Vorjahren liess das Wachstum spürbar nach. Die Branche gehört gemäss den vorliegenden Prognosen zu den Bereichen, in denen die Löhne etwas zulegen dürften.
Für Arbeitnehmende kann das interessant sein: Gastronomie, Hotellerie und Tourismus bieten eine grosse Bandbreite an Tätigkeiten. Vom direkten Gästekontakt über Küche und Service bis zu organisatorischen und leitenden Funktionen. Auch auf Karriere Thurgau finden sich laufend Stellen aus diesem Bereich.
Chemie und Pharma: Unter Druck
In der Chemie- und Pharmabranche bleiben die Lohnaussichten zwar positiv, doch der Rückenwind lässt spürbar nach. Die Betriebe erwarten für das kommende Jahr nur noch ein nominales Lohnwachstum von 1.0 Prozent. Die Gründe liegen auf der Hand: Der Druck durch das Ausland, die Zölle und die gestiegenen Energiepreise. Im Moment können Sie in der Pharmabranche mit einem Gehalt von circa 5’500 Franken pro Monat rechnen.
Gerade qualifizierte Fachkräfte in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen bleiben gefragt. Das Spektrum reicht dabei weit über klassische Laborberufe hinaus und umfasst beispielsweise Produktion, Qualitätssicherung, Technik oder administrative Funktionen.
Finanzsektor: Gedämpfte Entwicklung
Zurückhaltender präsentiert sich der Finanzsektor. Die Unternehmen rechnen hier mit einem Lohnwachstum von ungefähr einem Prozent und damit mit einem geringeren Anstieg als in einigen anderen Branchen. Trotz der stagnierenden Lohnentwicklung können Sie noch mit einem Gehalt von ungefähr 6’700 Franken rechnen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass sich ein Stellenwechsel nicht lohnen kann. Das tatsächliche Gehalt hängt weiterhin stark von Funktion, Qualifikation, Berufserfahrung, Verantwortung und Arbeitgeber ab. Zudem spielen bei der Wahl einer neuen Stelle längst nicht nur der Lohn, sondern auch Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Flexibilität eine Rolle.
Grosshandel und Detailhandel: Löhne steigen verhaltener
Am unteren Ende der aktuellen Lohnerwartungen befinden sich Gross- und Detailhandel. Die KOF weist für beide Bereiche ein unterdurchschnittliches nominales Lohnwachstum aus. Im Detailhandel liegt die Erwartung bei rund 0,8 Prozent, im Grosshandel bei rund 0,9 Prozent.
Trotzdem bleibt der Handel ein wichtiger Arbeitgeber. Auf Karriere Thurgau gehören Detailhandel, Grosshandel und Lebensmittel zu den Branchen mit besonders vielen ausgeschriebenen Stellen.
Wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte deshalb nicht allein auf die allgemeine Lohnentwicklung der Branche schauen. Je nach Tätigkeit und Arbeitgeber können sich die Bedingungen deutlich unterscheiden.
Was bedeutet das Lohnwachstum für Arbeitnehmende?
Die Zahlen zeigen vor allem eines: 2026 steigen die Löhne zwar weiter, grosse Lohnsprünge sind im Durchschnitt aber nicht zu erwarten. Gleichzeitig kann die geringe Inflation dafür sorgen, dass von einer Lohnerhöhung real mehr übrig bleibt.
Für die persönliche Karriereentscheidung sind Branchendurchschnitte ohnehin nur ein Anhaltspunkt. Entscheidend sind unter anderem die eigene Berufserfahrung, gesuchte Fachkenntnisse, Verantwortung, Region und die konkrete Situation eines Unternehmens.
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Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, den eigenen Marktwert regelmässig zu überprüfen, auch wenn aktuell kein Stellenwechsel geplant ist. Ein Blick auf vergleichbare Stellen zeigt, welche Qualifikationen Unternehmen suchen und welche beruflichen Möglichkeiten sich in der eigenen Branche oder darüber hinaus bieten.
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