Hobbys im Lebenslauf: So setzen Sie Ihre Interessen richtig ein

Veröffentlicht am: 02.02.2026Kategorie: Bewerbung

Klug gewählte Platzierung von Hobbys im Lebenslauf können viel über Persönlichkeit, Soft Skills und Motivation aussagen. Doch damit das gelingt, müssen Bewerbende wissen, welche Interessen in Erinnerung bleiben und wie sie diese vorzugsweise formulieren.

Was Hobbys über Sie aussagen können

Hobbys stehen meist am Ende des Lebenslaufs und sind kein Pflichtteil, jedoch ein optionales Feld, das Einblick in die Persönlichkeit von Bewerbenden gibt. Oft liefern sie Hinweise auf:

  • Soft Skills wie Teamfähigkeit, Disziplin, Kreativität oder Belastbarkeit
  • Kulturelle Passung bei Interessen, die zur Arbeitsweise oder Atmosphäre im Unternehmen passen
  • Engagement in Form von ehrenamtlichen Tätigkeiten oder langfristigen Projekten
  • Gesprächseinstiege im Vorstellungsgespräch durch gemeinsame Interessen

Worauf Sie bei der Bewerbung achten sollten

Klarheit vor Allgemeinplätzen

Angaben wie "Lesen" oder "Musik" sind austauschbar und zu allgemein. Greifbarer sind konkrete Beschreibungen wie "Leiter:in eines Jugendfussballteams" oder "Organisation lokaler Hackathons". Solche Formulierungen machen die Aktivitäten nachvollziehbar und ermöglichen Rückschlüsse auf Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent oder Eigeninitiative. Achten Sie auf die Formulierung, um das volle Potenzial ihres Engagements auszuschöpfen.

Bezug zur Rolle

Wenn sich jemand, zum Beispiel, für eine Stelle im Marketing bewirbt und nebenbei erfolgreich einen Podcast betreibt, ist das eine wertvolle Zusatzinformation. Der Podcast zeigt Kommunikationsstärke, Medienverständnis und unternehmerisches Denken. Auch in der Softwareentwicklung kann ein Hobby wie das Engagement in Open Source Projekten auf technisches Interesse und Lernbereitschaft hinweisen. Heben Sie Hobbys hervor, die eine direkte Verbindung zur Berufspraxis haben.

Weniger ist mehr

Ein Lebenslauf sollte übersichtlich bleiben. Drei gut gewählte Hobbys sagen oft mehr aus als eine lange Liste beliebiger Interessen. Eine knappe, gezielte Auswahl hilft, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. Eine Überladung wirkt unstrukturiert und lässt vermuten, dass kein klarer Bezug zur Bewerbung besteht. Deswegen verzichten Sie auch lieber auf die Erwähnung von potenziell polarisierenden Hobbys wie Extremsportarten. Denken Sie kritisch darüber nach, ob Ihre aufgelisteten Hobbys Ihrer Bewerbung einen Mehrwert verschafft.

Beispiele:

Was für Hobbys sinnvoll in Ihrem Lebenslauf einsetzen können und welche Sie besser meiden, zeigen wir Ihnen hier:

Hilfreich:

  • Mannschaftssport als Hinweis auf Teamfähigkeit und Ausdauer
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten zeigen Engagement und soziale Verantwortung
  • Musikalisches oder künstlerisches Engagement weist auf Kreativität und Durchhaltevermögen hin
  • Technische oder digitale Projekte belegen selbstständiges Lernen und Fachinteresse
  • Reisen mit Projektbezug wie etwa die Teilnahme an internationalen Konferenzen oder Workcamps zeigen Anpassbereitschaft und Verpflichtung

Weniger aussagekräftig:

  • "Netflix" oder "Spielen" liefern keine Aussage über Fähigkeiten
  • "Lesen" ohne Kontext wirkt beliebig
  • "Sport" ist zu allgemein, besser sind Angaben zur Art, Häufigkeit und Rolle

Was bedeutet das für den Auswahlprozess?

Hobbys sind kein zentrales Kriterium für eine Einladung zum Gespräch, können aber das Gesamtbild abrunden. Sie bieten zusätzliche Ansatzpunkte für das Interview und helfen, zwischen ähnlichen Profilen zu differenzieren. Gleichzeitig sollten sie nicht überbewertet werden. Fachliche Qualifikation, Berufserfahrung und Motivation bleiben die gewichtigeren Entscheidungsfaktoren.

Sie wissen jetzt, wie Sie Ihre Hobbys im Lebenslauf gezielt einsetzen. Setzen Sie dieses Wissen direkt um. Aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf und bringen Sie Ihre Bewerbung auf den neuesten Stand. Und auf Karriere-Thurgau finden Sie alle offenen Stellenangebot im Kanton Thurgau.

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