Die ersten 48 Stunden nach der Kündigung: Was jetzt wirklich wichtig ist

Veröffentlicht am: 01.11.2026Kategorie: Karriere

Das Gespräch ist vorbei, das Schreiben liegt vor Ihnen, und im Kopf herrscht Leere oder Chaos. Eine Kündigung trifft fast jeden hart, auch wenn sie sich vielleicht angekündigt hat. Gerade in dieser Phase müssen Sie nicht alles sofort lösen. Es hilft, die ersten Tage gezielt zu nutzen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen können.

Zuerst: Ruhe bewahren

Treffen Sie keine voreiligen Entscheidungen. Unterschreiben Sie nichts auf der Stelle, antworten Sie nicht im Affekt und verschicken Sie keine Nachrichten, die Sie später bereuen könnten. Nehmen Sie sich Zeit, um das Geschehene zu verarbeiten. Gespräche mit nahestehenden Menschen tun in dieser Situation gut und ordnen die Gedanken.

Dann: Klarheit schaffen

Sobald der erste Schock nachlässt, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Fakten. Lesen Sie das Kündigungsschreiben in Ruhe durch und prüfen Sie, welche Fristen gelten, ob Sie freigestellt sind und was mit offenen Ferien oder Überstunden geschieht. Ihr Arbeitsvertrag und allfällige Reglemente geben darüber Auskunft. Bei Unsicherheiten können Sie sich an eine Rechtsberatung oder Ihre Gewerkschaft wenden. Das ersetzt aber keine individuelle Abklärung, die Sie bei Bedarf selbst vornehmen sollten.

Danach: Den Blick nach vorn richten

Schon in den ersten Tagen können Sie die Weichen stellen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre finanzielle Lage und melden Sie sich rechtzeitig bei der zuständigen Stelle für Arbeitslosigkeit, damit Ihnen keine Ansprüche verloren gehen. Fordern Sie ausserdem ein Arbeitszeugnis oder zumindest ein Zwischenzeugnis an und sichern Sie wichtige Unterlagen.

Wenn Sie selbst entschieden haben: Es ist Schluss!

Hier haben Sie den Vorteil, dass Sie den Zeitpunkt selbst bestimmt haben. Informieren Sie zuerst Ihre Vorgesetzten persönlich, bevor es im Team die Runde macht, und bleiben Sie sachlich und respektvoll. Ein professioneller Abgang zahlt sich aus, denn man begegnet sich im Berufsleben oft wieder. Planen Sie die Übergabe Ihrer Aufgaben und klären Sie frühzeitig Ihre Absicherung. Haben Sie noch keine Anschlusslösung, informieren Sie sich bei der zuständigen Stelle, wie sich eine selbst eingereichte Kündigung auf Ihre Ansprüche auswirken kann.

Die wichtigsten Schritte auf einen Blick

  • Bewahren Sie Ruhe und entscheiden Sie nichts unter Druck.
  • Lesen Sie das Kündigungsschreiben genau und halten Sie Fristen und Bedingungen fest.
  • Klären Sie offene Punkte wie Ferien, Überstunden und Freistellung.
  • Sichern Sie den Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen und Beurteilungen.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen.
  • Melden Sie sich rechtzeitig bei der zuständigen Stelle für Arbeitslosigkeit.
  • Bitten Sie um ein Arbeitszeugnis oder Zwischenzeugnis.
  • Informieren Sie Ihr Umfeld und aktivieren Sie Ihr Netzwerk, ohne Druck.

Aufbruch statt Stillstand

Eine Kündigung fühlt sich im ersten Moment wie ein Ende an. Sie kann aber auch der Anfang von etwas Neuem sein. Viele Menschen sehen gerade nach einem Einschnitt, wie sie ihre Zukunft anders gestalten möchten und was sie wirklich wollen von beruflichen Möglichkeiten. Sie bringen Erfahrung, Fähigkeiten und Ihre ganz eigene Geschichte mit, und genau das suchen Arbeitgeber. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, und gehen Sie dann Schritt für Schritt weiter. Bei Karriere Thurgau finden Sie aktuelle Stellenangebote in Ihrer Region, wenn Sie bereit für den nächsten Schritt sind. Sie schaffen das!

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