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Berufserfahrung während des Studiums: Was sollte alles in der Bewerbung angegeben werden?

Veröffentlicht am 11.12.2018

Nachhilfeunterricht, Aushilfsjobs, Praktika: Berufserfahrung ist nicht gleich Berufserfahrung. Schliesst auch du bald mit deinem Studium ab und fragst dich, welche Berufserfahrung du überhaupt in deinem Lebenslauf oder Motivationsschreiben angeben solltest? Dann wird dir dieser Blogbeitrag weiterhelfen.

Viele Studentinnen und Studenten kommen nicht ohne diverse Nebenjobs während des Studiums aus. Vor allem in den Semesterferien werden diverse Möglichkeiten genutzt, um Geld zu verdienen und/oder erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln.
Dies ist auch gut so, denn entsprechende Berufserfahrung ist entscheidend für einen reibungslosen Berufseinstieg; die meisten Unternehmen setzen voraus, dass Bewerbende schon mehrjährige Praxiserfahrung oder zumindest «erste Erfahrungen» mitbringen. Wenngleich erstrebenswert, ist es allerdings nicht immer möglich, einen fachnahen Nebenjob zu finden, und (studienfachbezogene) Praktika oder Volontariate können sich die meisten sowohl zeitlich als auch finanziell nicht leisten. Doch fachfremde Nebenjobs müssen nicht unbedingt von Nachteil sein.

Viele gehen intuitiv davon aus, dass lediglich berufsrelevante oder studienfachnahe Berufserfahrungen im CV angegeben werden sollten. Dies trifft jedoch nicht immer zu. Wichtig ist, dass du die Berufserfahrungen ins «rechte Licht rückst» bzw. erlernte Fähigkeiten und allgemein erworbene Kompetenzen (z.B. Soft Skills) in Bezug zu deinem zukünftigen Beruf setzt. So können dir beispielsweise Erfahrungen im Gastro-Bereich in all denjenigen Berufen dienlich sein, in denen physische und psychische Belastbarkeit oder Stressresistenz gefragt sind (und dies dürfte auf viele Berufsfelder zutreffen). Des Weiteren erwirbst du während einer Anstellung im Service wichtige Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist, Multitasking und Serviceorientierung.

Verkaufe dich selbst!

Die Kunst liegt darin, dich und deine Arbeitserfahrungen gut zu verkaufen. Dein zukünftiger Arbeitgeber muss erkennen können, wie du die gewonnenen Berufserfahrungen für die ausgeschriebene Stelle gezielt nutzen und das erworbene praktische Wissen zum Vorteil des Unternehmens einsetzen kannst.

Bevor du deine Bewerbung in Angriff nimmst, frage dich zunächst, welche Tätigkeiten du in deinen Nebenjobs wahrgenommen hast. Vergiss dabei nicht kleinere, nebensächliche Arbeiten, denn vielleicht können genau diese relevant sein für deine Bewerbung. Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung: Während meines Studiums hatte ich einen Nebenjob in einem Hotel. Ich war Teil des Housekeeping-Teams. Wenn ich jetzt beispielsweise auf der Suche nach einer Stelle im Online-Marketing bin, macht es selbstverständlich wenig Sinn, wenn ich das Reinigen und Kontrollieren von Hotelzimmern – was immerhin eine meiner Hauptaufgaben war – als Berufserfahrung angebe. Nebenbei koordinierte ich allerdings auch den Einsatz der Mitarbeitenden und vermittelte zwischen den Reinigungskräften und der Housekeeping-Leitung. Durch diese Arbeit konnte ich durchaus berufsrelevante Fähigkeiten erlangen. Organisationsfähigkeiten, die Übernahme einer Führungsfunktion, aber auch interkulturelle Kompetenz und Selbstständigkeit gehören beispielsweise dazu.

Wichtig ist also, dass du nicht einfach eine Auflistung der verschiedenen Tätigkeiten eines Praktikums bzw. Nebenjobs erstellst. Dies gilt sowohl für den CV, als auch das Bewerbungsschreiben. Vielmehr solltest du einzelne wenige Aufgaben, die dir für die ausgeschriebene Stelle relevant erscheinen, beschreiben.

Du siehst, es muss nicht immer ein fachnaher Nebenjob sein, solange du es zu verstehen weisst, die gewonnen Erfahrungen für die konkrete Stelle bzw. das konkrete Unternehmen fruchtbar zu machen und dich in deiner Bewerbung gut zu verkaufen.

Jede Berufserfahrung ist wertvoll

Als Faustregel gilt: Jede Berufserfahrung kann positiv für deinen Berufseinstieg sein. Am wichtigsten ist, dass man bei Abschluss des Studiums nicht «nur» theoretische Kenntnisse vorweisen kann, sondern auch praktische. Aber Achtung: Dies gilt meist nur dann, wenn in der Stellenausschreibung «erste Berufserfahrungen» vorausgesetzt werden. Hiervon versprechen sich Arbeitgeber vor allem, dass der Bewerber bzw. die Bewerberin den strukturierten Arbeitsalltag kennt, den Belastungen der Arbeitswelt gewachsen ist und sich dadurch die Einarbeitungszeit verkürzt.

Wenn dir in der Stellenbeschreibung allerdings Formulierungen wie «fundierte Berufserfahrung» oder «mehrjährige Berufserfahrung» begegnen, reichen Nebenjob-Erfahrungen wahrscheinlich nicht aus – dies gilt umso mehr für fachfremde Berufserfahrungen, die du im Rahmen von Nebenjobs erworben hast.

Hier findest du weitere Tipps, Tricks und Vorlagen für deinen perfekten Lebenslauf bzw. das perfekte Motivationsschreiben:

•    Lebenslauf: Aufbau und Checkliste
•    Motivationsschreiben: das Wichtigste in Kürze
•    Motivationsschreiben: Aufbau und Checkliste
•    Tipps und Tricks für dein internationales Bewerbungsschreiben

Bereit für den Berufseinstieg? Auf jobagent.ch findest du alle offenen Stellen der Schweiz. Viel Erfolg!

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